Sechs Bücher zum Versacken auf der Couch

Diese Bücher habe ich in den letzten Wochen sehr gerne gelesen. Meine Empfehlung (auch an mich selbst) wäre es, zwischen den Jahren – und im Januar und im Februar – nicht nur Netflix zu gucken, sondern mehr zu lesen. Ein gutes Buch macht einfach glücklich! Ich habe gerade Barack Obamas A Promised Land angefangen. Bin auf Seite 14 von 700, parallel gucke ich The Bold Type of Amazon Prime, hust – vor nächstem Sommer sind hier also keine neuen Buchtipps zu erwarten.

Übrigens: Bitte nicht davon abschrecken lassen, dass dies alles englische Bücher sind. Ich lese seit dem Anglistikstudium am Liebsten im Original, aber alle Titel sind auch auf Deutsch erschienen (oder werden es bald).

Madeline Miller, Circe

Die Geschichte aus der griechischen Mythologie neu erzählt, mit feministischem Blick. Circe, Tochter von Helios und Perse, wird aufgrund einer „Unartigkeit“ auf eine einsame Insel verbannt. Vor allem aber die Geschichte einer Frau mit eigenem Kopf, die sich von Männern nicht dumm kommen lässt – egal, ob Gott oder sterblich – und ihren Weg geht.

Auf Deutsch im Eisele Verlag erschienen.

Polly Samsom, A Theatre for Dreamers

1960, ein Sommer auf Hydra, griechische Insel und Künstlerkolonie. Die junge Erica taucht ein in diesen intellektuellen und vermeintlich progressiven Zirkel – in dem die Männer sich zum Schreiben in ihre Kammern zurückziehen und die Frauen obwohl selbst voller Ambitionen sich um Kinder und Küche kümmern.

Erscheint im März bei Ullstein.

Rachel Cusk, Outline

Nochmal Griechenland. Eine Schriftstellerin reist im Hochsommer nach Athen, um einen Schreibkurs zu geben. Selbst frisch getrennt wird sie zur Zuhörerin einer Reihe von Lebensgeschichten. Ein stiller, kluger Roman über Liebe, Verlust und Erinnerung.

Bei Suhrkamp erschienen.

Dolly Alderton, Ghosts

Nachdem sie längere Zeit glücklich single war, verliebt sich Nina Hals über Kopf. Währenddessen baut ihr Vater gesundheitlich zunehmend ab und zieht ihre älteste Freundin mit Mann und Kind aufs Land, was nicht nur eine räumliche Distanz schafft. Jemand meinte zu mir, Dolly Alderton hätte zu viel in diesen Roman gepackt. Doch manchmal ist das Leben zu viel, denn das Leben schert es nicht, ob dein Herz gebrochen ist und du eigentlich nicht auch noch die Kraft für Sorge um deine Eltern hast. Ich habe mich auf jeden Fall in diesem Buch sehr wiedergefunden und mehr als eine Träne verdrückt.

Erscheint im Februar bei Atlantik.

Lily King, Writers & Lovers

Ihre Mutter ist gerade gestorben, der Schuldenberg seit dem Studium nie kleiner geworden, sie jobbt als Kellnerin, und ob der Roman, an dem sie seit sechs Jahren schreibt, jemals fertig wird, ist fraglich. Caseys‘ Leben steckt in mehrerer Hinsicht in einer Sackgasse. Und das wird auch nicht besser, als auf einmal gleich zwei Männer sich in sie verlieben.

Auf Deutsch bei C.H. Beck erschienen.

Ottessa Moshfegh, My Year of Rest and Relaxation

Dieses Buch ist ein bisschen schräg und passt gleichzeitig irgendwie ganz gut in diese Zeit. Ich habe in den letzten Tagen zumindest mehr als einmal gedacht, dass so’n Winterschlaf jetzt nicht schlecht wäre. Zurück zum Buch: Die Heldin, eine auf den ersten Blick privilegierte, junge Frau in New York hat aus Gründen die Schnauze voll von dieser Welt und beschließt, ihr für ein paar Monate den Rücken zu kehren. Dafür lässt sie sich von einer dubiosen Therapeutin ein Arsenal an Beruhigungsmitteln, Antidepressiva und Schlaftabletten verschreiben und begibt sich in einen „Winterschlaf“. Sicherlich nicht zur Nachahmung zu empfehlen. Dennoch: Wer weckt mich im April?

Auf Deutsch bei Liebeskind erschienen.

Zu guter Letzt, man kann es nicht oft genug sagen: Bitte bestellt nicht bei Amazon, sondern bei der Buchhandlung um die Ecke. Bei den allermeisten kann man gerade vorbestellte Bücher an der Tür abholen.

Da dieser Beitrag Marken- und Produktnennungen sowie Verlinkungen enthält und das nach derzeitiger Rechtslage als Werbung gilt, kennzeichne ich ihn als WERBUNG. Es handelt sich dennoch um persönliche Empfehlungen.

2 Kommentare zu „Sechs Bücher zum Versacken auf der Couch

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