Kleine Auszeit: Sylt

Wenn die Sehnsucht nach dem Meer zu groß wird, rufe ich im Haus Noge an. Das kleine Hotel im Süden Westerlands ist meistens ausgebucht. Aber mit etwas Glück gibt es innerhalb der nächsten Wochen noch ein Zimmer für eine Nacht, und sei es von Mittwoch auf Donnerstag. Man kann von Hamburg aus natürlich schneller am Meer sein, aber wenn ich Sehnsucht nach dem Meer habe, dann meine ich: Dünen, weitläufigen Strand, möglichst wenige Menschen und nicht die Badewanne Ostsee, sondern die raue Nordsee.


Viele verbinden mit der Insel Sansibar, Schampus und Schickimicki. Kann man haben, kann man aber auch umgehen und sich viel unprätentiöser erholen: In Altona am Fahrkartenautomaten nach Mitreisenden Ausschau halten, sich ein Schleswig-Holstein-Ticket teilen und nur 8 Euro für die Fahrt zahlen. Vom Bahnhof zehn Minuten zum Hotel laufen, Tasche abstellen und fünf Minuten später am Strand sein. Dann nur ein paar Meter gen Süden sich einen Strandkorb schnappen (halber Tag 6 Euro, ganzer 10,50) und: Einatmen, ausatmen, Akku aufladen.


Ich kann stundenlang mit Buch im Strandkorb sitzen, aufs Meer schauen, der Brandung lauschen, zwischendurch eine Runde schwimmen, Nickerchen machen. Bin ich im Winter da, marschiere ich am Strand ein paar Kilometer Richtung Norden und kehre für Tee und Kuchen in der Kupferkanne in Kampen ein. Sommers wie winters empfehle ich einen Drink in einem der Strandkörbe der Strandoase, die auf einem Steg über den Dünen stehen. Dort kann man auch gut essen. Eine günstigere Alternative ist, sich Pommes und Burger in der Beach Box zu holen und im eigenen Strandkorb zu genießen. Drei Minuten vom Haus Noge entfernt liegt die Seekiste, ein gemütliches, kleines Restaurant mit friesischen Kacheln an der Wand. Hier kehre ich ein, wenn ich mit einer Freundin da bin und wir uns einen besonders schönen Abend machen wollen.


Das Haus Noge ist ein altes Kapitänshaus mit nur acht Zimmern, jedes individuell gestaltet und liebevoll eingerichtet. In fünf davon habe ich schon übernachtet und immer sehr gut geschlafen, zuletzt letzte Woche im Balkonzimmer. Inzwischen ist es fast schon eine kleine Tradition für mich, den Sommer auf Sylt zu verabschieden. Ich bin mir sicher, spätestens im Frühling bin ich wieder da. Aber vielleicht packt mich auch schon im Winter die Sehnsucht, an der See ist es ja zu jeder Jahreszeit gut.

PS Die Bilder sind von 2014 – damals war offenbar noch Hipstamatic angesagt.

Da dieser Beitrag Marken- und Produktnennungen sowie Verlinkungen enthält und das nach derzeitiger Rechtslage als Werbung gilt, kennzeichne ich ihn als WERBUNG. Es handelt sich dennoch um persönliche Empfehlungen.

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